Hilfe zur Selbsthilfe: Arbeitsweise einer Selbsthilfekontaktstelle

Selbsthilfekontaktstellen sind professionelle Einrichtungen zur regionalen Unterstützung und Beratung von Selbsthilfegruppen und zur Verbreitung des Selbsthilfegedankens, vor allem im Gesundheits- und Sozialbereich. Sie arbeiten fach-, themen- und verbandsübergreifend zum Thema Selbsthilfe in Hauptaufgabe und stehen allen Interessierten offen. In Bayern haben sich 20 Einrichtungen der Selbsthilfeunterstützung zu einer Landesarbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen und im Jahr 2003 den Verein „Selbsthilfekontaktstellen Bayern e.V.“ gegründet.

Selbsthilfekontaktstellen begleiten und qualifizieren Selbsthilfegruppen durch Beratung, Fortbildung und Krisenintervention und regen neue Gruppengründungen an.
Durch ihre Netzwerk- und Beratungsarbeit ermöglichen Selbsthilfekontaktstellen auch den Menschen eine Gruppengründung, die wenig Erfahrung in diesem Bereich mitbringen. Sie stellen Informationsmaterial zur Verfügung, helfen bei der Raumsuche und bei der Öffentlichkeitsarbeit, vermitteln andere Interessierte und stellen ihre Kontaktadresse zur Verfügung. Sie beraten in konzeptionellen, organisatorischen und finanziellen Fragen. Sie bieten Räumlichkeiten an und fördern den Erfahrungsaustausch und die Kommunikation zwischen den verschiedenen örtlichen Gruppen.

Selbsthilfekontaktstellen unterstützen Einzelpersonen bei der Suche nach einer geeigneten Gruppe. Bei allgemeinen Lebensproblemen geht es oftmals zunächst einmal darum, herauszufinden, welches Problem im Vordergrund steht. Erfahrene Fachkräfte vermitteln dann an die passende Gruppe oder Einrichtung.
Durch gezielte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit informieren die Kontaktstellen Fachleute in den Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialbereichs wie auch politische Entscheidungsträger über Arbeit und Angebot der Selbsthilfegruppen.

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