INSEA Kursleitungen tauschen sich aus

Am 24. November 2017 haben sich 45 Kursleitungen aus ganz Deutschland in Hannover getroffen und ausgetauscht. Nach der Begrüßung durch die Förderer Susanne Melin, Robert Bosch Stiftung und Jens Krug, BARMER, haben Theresa Keidel von der Selbsthilfe Koordination Bayern und Dr. Gabriele Seidel von der Nationalen Koordinierungsstelle der Initiative für Selbstmanagement und aktives Leben (INSEA) neue Entwicklungen im INSEA Programm in Deutschland vorgestellt. Wir können uns alle über eine weitere dreijährige Förderungsphase des INSEA Programms freuen und auf die Veröffentlichung des Buches „Selbstmanagementprogramme für chronisch Kranke – Empowerment – Zielgruppen – Settings“, dass im Frühjahr 2018 im NOMOS Verlag erscheinen wird. Dort werden u.a. das INSEA Netzwerk mit seinen Strukturen und Arbeitsweisen ganz konkret in den verschiedenen Standorten vorgestellt und auch von internationalen Erfahrungen mit dem Selbstmanagementprogramm berichtet. Zweiten Teil des Treffens haben sich die Kursleitungen in drei parallel stattgefundenen Workshops zu den Themen „Zeitmanagement im INSEA Kurs“, „Umgang mit psychisch Erkrankten oder mehrfach belasteten Teilnehmer/innen“ und „Zwischen Verantwortlichkeit und Selbstsorge“ statt.

Die Kursleitungen waren insgesamt sehr zufrieden mit der Veranstaltung, haben nach eigenen Aussagen gute Vorträge gehört und viele wertvolle Anregungen für die Durchführung der INSEA Kurse erhalten. Aber wie immer bei interessanten Themen – die Zeit war knapp. Darum freuen wir uns auf das nächste Kursleitungstreffen im Jahr 2018.

Auf dem Foto sehen Sie von links nach rechts die Mitglieder der Steuerungsgruppe Frau Theresa Keidel, Frau Susanne Melin, Frau Dr. Gabriele Seidel, Herrn Jens Krug und Frau Janina Stunder.

Mitglieder der INSEA-Steuerungsgruppe

Raus aus der Isolation

INSEA Projekt in Bayern wird um drei Jahre verlängert!

Um Menschen mit chronischen Erkrankungen und ihren Angehörigen Hilfe anzubieten, werden INSEA-Kurse von sechs Selbsthilfekontaktstellen in Bayern seit drei Jahren durchgeführt und von der Selbsthilfekoordination Bayern (SeKo) als Netzwerkstelle unterstützt. Der Name des Projektes „INSEA“ steht für “Initiative für Selbstmanagement und aktives Leben“. Die aktuellen Kurse im Herbst werden in Augsburg, Forchheim, Marktheidenfeld, Kempten, München und Ansbach angeboten: die aktuellen Termine und die Flyer der einzelnen Standorte finden Sie in der Sidebar. Im nächsten Jahr kommt der Standort Traunstein dazu.
Menschen mit körperlichen wie psychischen Erkrankungen lernen im sechswöchigen INSEA-Selbstmanagementprogramm, gesünder zu leben. Auch Angehörige und Freunde sind in den Kursen willkommen. Alle Teilnehmenden entwickeln von Woche zu Woche einen individuellen Handlungsplan. Der hilft dabei, die guten Vorsätze tatsächlich umzusetzen. An einem Zusatztermin können die Teilnehmenden die örtlichen Selbsthilfegruppen kennenlernen. „Die Brücke zur Selbsthilfe funktioniert sehr gut: es wurden schon viele Leute über die INSEA-Kurse an Selbsthilfegruppen vermittelt und neue Gruppen sind entstanden“, so Theresa Keidel von der SeKo Bayern.
INSEA wurde an der Universität Stanford entwickelt. Das Projekt in Bayern wird durch die BARMER gefördert und kann während der Projektlaufzeit, die nun wegen des großen Erfolgs bis 2021 verlängert wird, kostenfrei angeboten werden. Die Teilnehmer/innen zeigen nach Abschluss des Programms eine deutlich verbesserte Lebensqualität, mehr psychisches Wohlbefinden, dafür weniger Erschöpfung und soziale Isolation. Dies zeigen die Ergebnisse der Fragebögen, welche in den Kursen eingesetzt werden. Nicht zuletzt verbesserte sich die Zusammenarbeit mit dem Fachpersonal im Gesundheits- und Sozialwesen.

Im Bild sehen sie das Projektteam für Bayern von links nach rechts
Daniela Meilhammer, Ruth Götz und Theresa Keidel

Weitere Informationen zum bundesweiten Projekt erhalten Sie hier

INSEA - Selbstmanagement als Brücke zur Selbsthilfe

INSEA “gesund und aktiv leben” ist ein Selbstmanagementkurs, der Impulse gibt, um besser mit einer chronischen Krankheit leben zu lernen. Bayern wurde als Modellstandort ausgewählt und bietet 2016 in sechs Modellregionen INSEA-Kurse an. Dabei steht INSEA für „Initiative für Selbstmanagement und aktives Leben“. In Bayern wird der Kurs von Selbsthilfeaktiven und Mitarbeiterinnen von Selbsthilfekontaktstellen gemeinsam angeboten und bietet so eine Brücke zur regionalen, gesundheitsbezogenen Selbsthilfe.
Mit einer chronischen Erkrankung – wie z.B. Diabetes, Migräne, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rheuma, Lungenerkrankungen, Krebs oder anderen Beeinträchtigungen – ist das Leben nicht immer einfach und erfordert von den Betroffenen und ihren Angehörigen häufig Veränderungen im Alltag.
Dabei will das Kursprogramm INSEA Unterstützung anbieten. Die Kurse richten sich an Personen, die selbst erkrankt sind, und auch an deren Angehörige oder Freunde.

Der Kurs “INSEA – gesund und aktiv leben“ geht über sechs Wochen, man trifft sich einmal in der Woche für ca. 2,5 Stunden. Themen sind unter anderem

  • Individuell mit Schmerzen umgehen
  • Nützliche Tipps im Umgang mit der Erkrankung
  • Sich auf einen Besuch bei der Ärztin oder dem Arzt vorbereiten
  • Entspannungsübungen
  • Ausgewogen, gesund und mit Genuss ernähren
  • Ihr persönliches Bewegungsprogramm
  • Sich selbst motivieren
  • Wege und Ideen, im Alltag kreativ mit Einschränkungen umzugehen
  • Selbstvertrauen im Umgang mit Krankheit stärken
  • Mit Medikamenten leben
  • Kommunikation mit Familie, Freunden und Fachpersonen
  • Ziele setzen

An einem nachfolgenden 7. Abend werden zusätzlich Informationen über die regionalen Selbsthilfegruppen angeboten. Hierbei werden ganz individuell die Erkrankungen oder Probleme der Teilnehmer berücksichtigt.

INSEA ist ein evidenzbasiertes Stanford Selbstmanagement Programm, gefördert von Careum. Die Umsetzung in Deutschland wird ermöglicht durch Robert Bosch Stiftung und BARMER GEK.
Im Programm „Gesund und aktiv leben“ wurde wissenschaftlich nachgewiesen, dass die teilnehmenden Personen gesundheitlich und persönlich sehr profitieren. Die BARMER GEK finanziert in erster Linie die Erprobung von INSEA als Brücke zur Selbsthilfe.
In Bayern wird das Programm in den nächsten zwei Jahren in Augsburg, Bamberg, Kempten, im Landkreis Main-Spessart, in Mittelfranken und München angeboten. Die Koordinierung in jeder Region übernimmt die jeweilige Selbsthilfekontaktstelle. Die Projektleitung hat der Verein Selbsthilfekontaktstellen Bayern e.V. mit seiner Geschäftsstelle SeKo Bayern in Würzburg übernommen. Gemeinsam mit der bundesweiten Koordinierungsstelle an der Medizinischen Hochschule Hannover – und den Förderern sowie dem Evivo-Netzwerk e.V. in der Schweiz wird das Projekt weiterentwickelt und die Einführungsphase begleitet.

Region Augsburg
Selbsthilfekontaktstelle des Gesundheitsamtes Augsburg
Ansprechpartnerin: Christiane Dehne Tel. 0821 / 324-2071 oder -2013, christiane.dehne@augsburg.de, Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen, Karmelitengasse 11, 86152 Augsburg

Region Bamberg
Selbsthilfebüro Bamberg/Forchheim
Ansprechpartner: Alexander Schlote, Tel: 0951 / 91 70 09 40, info@selbsthilfebuero.de, Seniorenzentrum AWO, Hauptsmoorstraße 26, 96052 Bamberg

Region Kempten
Selbsthilfekontaktstelle Kempten/Allgäu
Ansprechpartnerin: Cornelia Beyrer, Tel: 0831 / 9 60 60 91, shg.kempten@mnet-online.de, Selbsthilfekontaktstelle Kempten/Allgäu, St.-Mang-Platz 11, 87435 Kempten

Region Main-Spessart
BRK Selbsthilfebüro Main-Spessart
Ansprechpartnerin: Simone Hoffmann, Tel. 09353 / 98 17 86, hoffmann@kvmain-spessart.brk.de, Johann-Schöner-Str. 63, 97753 Karlstadt

Region Traunstein
Selbsthilfezentrum Traunstein (AWO)
Ansprechpartnerin: Brigitte Ganzer, Tel. 0861 / 204 66 92, kontakt@selbsthilfe-traunstein.de, Crailsheimerstraße 6, 83278 Traunstein

Region München
Selbsthilfezentrum München
Ansprechpartnerin: Astrid Maier, Tel: 089 / 53 29 56 18, astrid.maier@shz-muenchen.de, Selbsthilfezentrum München, Westendstr. 68, 80339 München

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Allgemeine Informationen zum Projekt in Bayern erhalten Sie über Theresa Keidel (Tel. 0931 / 20 78 16 41, selbsthilfe@seko-bayern.de) und Barbara Fischer (0931 / 20 78 16 44)

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Über diesen Link erreichen Sie die Insea-Aktiv Homepage.

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