Selbsthilfe trifft.......und das ist gut so!

Konferenz trifft Jubiläum

Zur dritten bayerischen Selbsthilfekonferenz Sucht und Gesundheit in Gunzenhausen haben sich am 24.10.2014 rund 120 Engagierte aus unterschiedlichsten Selbsthilfegruppen, Angehörige und Professionelle aus dem Gesundheitsbereich getroffen, um sich miteinander zu verschiedenen Themen auszutauschen und voneinander zu lernen.
Selbsthilfe trifft Krise – trifft Seele – trifft Körper – trifft Sucht – trifft Selbsthilfe
Unter diesem Motto haben sich die Teilnehmer/innen dann den ganzen Tag in fünf Workshops unterschiedlichen Aspekten von Sucht und Gesundheit gewidmet. Jeder konnte bis zu drei Workshops besuchen.
Engagiert und bewegend berichteten Impulsgeber/innen und Teilnehmer/innen von den Inhalten.
Was mich stark macht und welche Bewältigungsstrategien ich anwenden kann, um gestärkt aus einer Krise hervorzugehen oder mit meinen Lebensumständen besser zu Recht zu kommen, hängt in erster Linie von der eigenen Persönlichkeit ab.
Ebenso stellt sich die Frage danach wo Genuss endet und Sucht beginnt. Das Grundbedürfnis der meisten Menschen ist Liebe und Zuneigung zu anderen, jedoch auch zu sich selbst. Denn ein positiver Kontakt zu anderen kann vieles bewegen, aber wenn er fehlt auch viele Probleme oder Erkrankungen mit verursachen.
Viele Menschen beginnen erst in einer Krise sich selbst zu erkennen und zu finden und letztlich glücklicher zu leben.

Auch der Zusammenhang von seelischem Schmerz und körperlichen Beschwerden wurde sehr anschaulich mit Hilfe eines Vortrages und Gesprächsübungen durch Dr. Tilman Rentel aus Erlangen aufgezeigt.
Um das praktische Üben ging es auch im Workshop: Achtsamkeit – Bewusst mit sich und dem was mir begegnet. Meditation, Entspannungsverfahren und das Erleben dessen was ist, waren hier Thema.

Insgesamt kamen die persönlichen, übergreifenden und praktischen Themen sehr gut an. Dies war für das Vorbereitungsteam bestätigend und ermutigend in dieser Richtung weiter zu arbeiten.

Dr. Jürgen Binder als Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns betonte die Bedeutung der Selbsthilfe für niedergelassene Ärzte. Er wird sich als Patientenbeauftragter dafür einsetzen, dass die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Selbsthilfegruppen weiter gestärkt wird.

Nach dem Abschlussplenum wurden noch zwei Jubiläen gefeiert. Hierzu waren extra prominente Gäste aus Politik und Verwaltung angereist. Die beiden Selbsthilfekontaktstellen Weißenburg und Ansbach blickten anschaulich auf fünf Jahre fruchtbare Aufbauarbeit in Sachen Selbsthilfe zurück.
Die Selbsthilfekonferenz Sucht und Gesundheit wurde finanziell unterstützt vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege und der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns.

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