Gesundheit, Soziales, politische Beteiligung

140 Teilnehmer/innen aus dem deutschsprachigen Raum trafen sich vom 26. bis 28. Mai in München, um unter dem Motto „Drei Seiten der Medaille“ Gesundheit, Soziales, politische Beteiligung“ zentrale Zukunftsthemen der Selbsthilfe zu diskutieren.
Im Eingangsvortrag von Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt wurde die Selbsthilfe als wichtiger Knoten in einem Netzwerk im Sozialraum dargestellt. So könne beispielsweise der Grundsatz „ambulant statt bzw. vor stationär“ dadurch sinnvoll umgesetzt werden.

Am 2. Tag wurde in fünf Workshops vertiefend diskutiert. Dabei waren gemeinsame Schnittpunkte zwischen sozialen und gesundheitlichen Themen genauso Inhalt wie Selbsthilfe und politische Beteiligung.

Der 3. Tag wurde durch den Vortag von Prof. Dr. Rolf Rosenbrock zum Thema „Prävention in Versorgung und Gesellschaft“ eingeleitet. Wichtigste inhaltliche Botschaft war, dass „Selbsthilfe Gesundheitsförderung pur“ ist und ein positives soziales Umfeld, sowie die eigene Gesundheitskompetenz ausschlaggebend seien, um trotz einer Krise sein Leben zu meistern.
Die Abschlussdiskussion zum Thema „Wo steht die Selbsthilfe, wohin geht die Selbsthilfe?“ griff nochmals die wichtigsten Themen auf und richtete den Blick in die Zukunft. Dabei zeigte sich, dass gemeinschaftliche Selbsthilfe nach wie vor eine der wichtigsten Strategien von Menschen ist, um chronische Erkrankung oder soziale Probleme zu bewältigen. “Gesundheitsfördernde, übergreifende Angebote können die indikationsspezifische Selbsthilfe zukünftig sinnvoll ergänzen“, so Theresa Keidel von SeKo Bayern.
Außerdem solle sich die Selbsthilfe auf ihre Wurzeln, nämlich „Zuhören und Reden“ besinnen. Gespräche unter Gleichbetroffenen in Foren und Chats im Internet könnten so oft sinnvolle Brücken in die regionale Selbsthilfe anbieten.

Die Tagung wurde vom bundesweiten Fachverband „Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V.“ veranstaltet und fand zum vierten Mal in Bayern statt. Kooperationspartner waren das Selbsthilfezentrum München und der Verein Selbsthilfekontaktstellen Bayern e.V.
Auf dem Foto oben sehen Sie von links nach rechts:
Theresa Keidel (Selbsthilfekoordination Bayern), Klaus Grothe-Bortlik (Vorstand Selbsthilfekontaktstellen Bayern), Burkard Rappl (Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration), Dagmar Friemel-Sturm (Vorstand Selbsthilfekontaktstellen Bayern), Andrea Kinskofer (Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration)

Veranstalterteam der DAG-Tagung
v.l.n.r. vorne:
Dagmar Friemel-Sturm (Vorstand SHK Bayern e.V.), Theresa Keidel (Geschäftsführerin SeKo Bayern), Margit Wiegand (NAKOS), Marlies Brehm (SHZ München), in der hinteren Reihe: Klaus Grothe-Bortlik (Geschäftsführer SHZ München), Wolfgang Thiel (NAKOS), Kristina Jakob (SHZ München), Mirjam Unverdorben-Beil (SHZ München), Erich Eisenstecken (SHZ München) und Jürgen Matzat (Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen in Gießen)

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